Der Jakobsweg

Als Jakobsweg (span. Camino de Santiago) wird der Pilgerweg zum Grab des Apostels Jakobus in Santiago de Compostela in Spanien bezeichnet. Darunter wird in erster Linie der Camino Francés verstanden, die hochmittelalterliche Hauptverkehrsachse Nordspaniens, die von den Pyrenäen zum Jakobsgrab reicht und dabei die Königsstädte Jaca, Pamplona, Estella, Burgos und León miteinander verbindet.

Nach der Wiederbelebung der Pilgerreise nach Santiago de Compostela Ende der 70er und zu Beginn der 80er Jahre wurde der spanische Hauptweg 1992 in das UNESCO Welterbe aufgenommen. Der Europarat erklärte 1987 den Weg zum ersten europäischen Kulturweg. Pilger legen entweder den ganzen Weg oder die Wegstrecke, die durch Spanien führt, mindestens aber die letzten 100 km der Strecke zu Fuß oder zu Pferd oder die letzten 200 km per Fahrrad zurück. Dies wird mit Stempeln von einzelnen Stationen in einem Pilgerausweis verzeichnet und berechtigt zur Nutzung der preisgünstigen Pilgerherbergen und zum Tragen der entsprechenden Abzeichen, die auch ins Grab gelegt werden können. In Santiago erhalten die Pilger eine Urkunde, die Compostela. Da der Pilgerweg Menschen aus allen Nationen anzieht, entwickelt sich heute auf diesem Weg auf Grundlage des (vorübergehenden) gemeinsamen Pilgerstatus eine internationale Verständigung ungeachtet der Herkunft, des Alters, des Ansehens und des Geschlechts.

Mehr Informationen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Jakobsweg

http://www.jakobsweg.info/

http://www.deutsche-jakobus-gesellschaft.de/

http://www.jakobus-info.de/compostela/98.htm